Deine Lehre

Wie geht Lehre?

Am Anfang steht dein Entschluss, eine Lehre zu machen. Wenn du dich dann noch für einen der 18 Bauberufe interessierst, ist das Wichtigste schon geschafft: Du hast ein klares Ziel vor Augen. Wie aber ist eine Lehre im Baugewerbe eigentlich aufgebaut? Und wie läuft das mit den Bewerbungen. Es gibt ein paar Fragen zu klären, bevor wir uns auf der Baustelle wiedertreffen.

Eine Ausbildung im Baugewerbe dauert in der Regel 36 Monate. Du lernst im Betrieb, in der Berufsschule und bei der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung in den Bildungszentren des Baugewerbes. Bereits nach zwei Jahren hast du deine Prüfung zum Facharbeiter; nach drei Jahren erhältst du den Gesellenbrief.

Du, das Team und das liebe Geld

So groß die Baubranche im Ganzen ist, im Betrieb und auf der Baustelle kennt jeder jeden. Teamwork zahlt sich aus – mit einer angenehmen Arbeitsatmosphäre und auch auf dem Konto: Wer in der Gruppe mitdenkt und die Karrierechancen nutzt, kann später als Vorarbeiter, Polier oder Meister auch selber Teams führen und gutes Geld verdienen.

Bundesrepublik Bauland

Irgendwie praktisch, immer wenn du dich nach einem Betrieb des Baugewerbes umschaust, ist garantiert einer in deiner Nähe. Bei fast 70.000 Firmen in ganz Deutschland ist es nicht verwunderlich, dass in dieser starken Branche auch die meisten Lehrlinge ausgebildet werden und später ihren Arbeitsplatz finden. Wo sonst hast du über 700.000 nette Kolleginnen und Kollegen?

Deine Bewerbung

Wie bewerbe ich mich?

Zunächst musst du einen Betrieb finden. Höre dich am Anfang im Bekanntenkreis um. Wer hat schon eine Ausbildung gemacht? Wer kennt einen guten Betrieb und kann dich vielleicht sogar empfehlen? Auf dieser Internetseite findest du außerdem die Kontaktadressen aller Landesverbände.

Wenn du einen Betrieb gefunden hast, heißt es Initiative zeigen.

Ein Telefonanruf klärt, ob ein Ausbildungsplatz frei ist. Deine schriftliche Bewerbung mit Lebenslauf sowie einer Kopie deiner Zeugnisse muss tiptop sein. Informiere dich vorher, wie man ein Anschreiben verfasst, und überprüfe die Rechtschreibung.

Im Bewerbungsgespräch zählt vor allem Ehrlichkeit.

Der Meister, der dich einlädt, könnte dein zukünftiger Chef sein. Also tritt korrekt auf und bereite dich auf das Gespräch mit ihm vor: Was erwartest du von deiner Ausbildung in diesem Betrieb? Aber auch: Was möchtest du leisten?

Deine Fähigkeiten

Was sollest du mitbringen?

Von allen Bewerbern werden gute Leistungen in den Schulfächern Deutsch und Mathematik erwartet, denn diese Fähigkeiten braucht man in den Bauberufen. Falls du hier Schwächen hast, solltest du beweisen, dass du dir in Zukunft noch mehr Mühe geben willst.

Deine Karriere

Wie geht’s weiter?

Mit dem Gesellenbrief in der Tasche kannst du Berufserfahrung sammeln und bereits gutes Geld verdienen. Du hast außerdem Möglichkeiten, dich auf die technische, gestalterische oder betriebswirtschaftliche Seite deines Berufs zu spezialisieren oder dich zum Vorarbeiter, Werkpolier oder Geprüften Polier weiterzubilden.

Es lockt noch eine Herausforderung: der Meistertitel. Er ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem eigenen Betrieb. Als selbständiger Meister darfst du dann auch wieder Jüngere in deinem Bauberuf ausbilden – der Kreis hat sich für dich geschlossen.