16.11.2011

Deutscher Meister 2011 bei den Fliesenlegern kommt aus Bayern

  • Silber geht nach Schleswig-Holstein, Bronze nach Hessen
  • 60. Bundesleistungswettbewerb fand vom 12. bis 14. November
    in Feuchtwangen statt

Die besten deutschen Gesellen in acht bauhandwerklichen Berufen wurden beim 60. Bundesleistungswettbewerb vom 12. bis 14. November 2011 in der Bayerischen BauAkademie in Feuchtwangen ermittelt. Deutscher Meister und erster Bundessieger bei den Fliesenlegern wurde Hendrik Hiller (21) aus Rothenburg o. d. T. (Bayern), den 2. Platz belegte Jan Kossowski (23) aus Hörnum (Sylt, Schleswig-Holstein). Dritter wurde Michael Müglich (19) aus Dipperz (Hessen).


Insgesamt nahmen neun Fliesenleger am Bundesleistungswettbewerb teil und mussten eine Wand mit Torbögen fliesen. Die Schwierigkeit lag vor allem bei den zahlreichen runden Schnitten sowie beim Fußboden, bei dem die Fliesen diagonal verlegt werden mussten. Der Wettbewerb ging über zwei Tage.


Bundessieger Hendrik Hiller, ausgebildet bei Fliesen Jörke in Rothenburg o. d. T. bezeichnete die Aufgabe nach der Siegerehrung als „schon schwer“, aber „es lief trotzdem gut für mich“. Ein bisschen mit einem Treppenplatz gerechnet hatte der Silbermedaillengewinner Jan Kossowski aus Hörnum auf Sylt, der seine Ausbildung bei der Hansjörg Schwarz GmbH in Sylt-Ost/Morsum gemacht hatte. „Allerdings waren die runden Schnitte für mich Neuland!“ Überrascht zeigte sich der Drittplatzierte Michael Müglich. „Ich hatte mich eher im Mittelfeld gesehen, umso größer ist die Freude! Vielleicht hat mich mein Durchhaltevermögen nach vorne gebracht.“


Die knapp 70 Teilnehmer und eine Teilnehmerin des Leistungswettbewerbs hatten sich zuvor als Landessieger/-in in ihrem Beruf für diese Deutsche Meisterschaft qualifiziert, die jährlich vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes veranstaltet wird und in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Franz Josef Pschierer, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, stand.


Die Bestplatzierten haben nun die Chance, an internationalen Berufswettbewerben teilzunehmen. Dazu gehören die Berufseuropameisterschaft „Euroskills 2012“ im Oktober 2012 im belgischen Spa-Francorchamps und die Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills 2013“, die im Juli 2013 nach 40 Jahren wieder in Deutschland, in Leipzig, stattfinden wird.


Bei der Siegerehrung erklärte Klaus-Dieter Fromm, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes: „Mit den Ergebnissen dieses Wettbewerbes hat das deutsche Baugewerbe einmal mehr seine hohe Qualifikation unter Beweis gestellt. Jeder fünfte Baubetrieb in Deutschland bildet aus und dokumentiert damit, dass er seine gesellschaftliche Verantwortung gegenüber der jungen Generation ernst nimmt. 75 % aller der Ausbildungsbetriebe am Bau sind Handwerksbetriebe. Diese haben erkannt, dass Ausbildung der effektivste und beste Weg ist, seinen eigenen Fachkräftebedarf zu decken.“