Die besten deutschen Gesellen in acht bauhandwerklichen Berufen wurden beim 60. Bundesleistungswettbewerb vom 12. bis 14. November 2011 in der Bayerischen BauAkademie in Feuchtwangen ermittelt. Erster Bundessieger und Deutscher Meister bei den Estrichlegern wurde Eugen Rauleder (20) aus Mosbach (Baden-Württemberg), der zweite Platz ging an Timo Melber (18) aus Schmittlauringen (Bayern), dritter wurde der 20jährige Sead Kadrija aus dem hessischen Fischbachtal.
Die Estrichleger mussten beim Bundesleistungswettbewerb drei Aufgaben ausführen. Dazu gehörten die Herstellung einer Wärme- und Trittschalldämmung mit Ausgleichsschicht, die Herstellung des Estrichs auf dieser Dämmschicht sowie das Legen des Bodenbelages. Der Bundessieger Eugen Rauleder, der von der Fürst GmbH aus Mosbach ausgebildet worden war, war erfreut über seinen Sieg. „Ich hatte einen guten Lauf und habe ein wenig mit der Goldmedaille gerechnet!“
Die knapp 70 Teilnehmer und eine Teilnehmerin des Leistungswettbewerbs hatten sich zuvor als Landessieger/-in in ihrem Beruf für diese Deutsche Meisterschaft qualifiziert, die jährlich vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes veranstaltet wird und in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Franz Josef Pschierer, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, stand.
Die Bestplatzierten haben nun die Chance, an internationalen Berufswettbewerben teilzunehmen. Dazu gehören die Berufseuropameisterschaft „Euroskills 2012“ im Oktober 2012 im belgischen Spa-Francorchamps und die Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills 2013“, die im Juli 2013 nach 40 Jahren wieder in Deutschland, in Leipzig, stattfinden wird.
Bei der Siegerehrung erklärte Klaus-Dieter Fromm, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes: „Mit den Ergebnissen dieses Wettbewerbes hat das deutsche Baugewerbe einmal mehr seine hohe Qualifikation unter Beweis gestellt. Jeder fünfte Baubetrieb in Deutschland bildet aus und dokumentiert damit, dass er seine gesellschaftliche Verantwortung gegenüber der jungen Generation ernst nimmt. 75 % aller der Ausbildungsbetriebe am Bau sind Handwerksbetriebe. Diese haben erkannt, dass Ausbildung der effektivste und beste Weg ist, seinen eigenen Fachkräftebedarf zu decken.“
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