


Eine Ausbildung im Baugewerbe dauert 36 Monate.
Du lernst im Betrieb, in der Berufsschule und bei der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung in den Bildungszentren des Baugewerbes. Bereits nach zwei Jahren hast du deine Prüfung zum Facharbeiter; nach drei Jahren erhältst du den Gesellenbrief.
Zunächst musst du aber einen Betrieb finden.
Höre dich am Anfang im Bekanntenkreis um. Wer hat schon eine Ausbildung gemacht? Wer kennt einen guten Betrieb und kann dich vielleicht sogar empfehlen? Auf dieser Internetseite findest du außerdem die Kontaktadressen aller Landesverbände.
Wenn du einen Betrieb gefunden hast, heißt es Initiative zeigen.
Ein Telefonanruf klärt, ob ein Ausbildungsplatz frei ist. Deine schriftliche Bewerbung mit Lebenslauf sowie einer Kopie deiner Zeugnisse muss tiptop sein. Informiere dich vorher, wie man ein Anschreiben verfasst, und überprüfe die Rechtschreibung.
Im Bewerbungs- gespräch zählt vor allem Ehrlichkeit.
Der Meister, der dich einlädt, könnte dein zukünftiger Chef sein. Also tritt korrekt auf und bereite dich auf das Gespräch mit ihm vor: Was erwartest du von deiner Ausbildung in diesem Betrieb? Aber auch: Was möchtest du leisten?
Übrigens,
von allen Bewerbern werden gute Leistungen in den Schulfächern Deutsch und Mathematik erwartet, denn diese Fähigkeiten braucht man in den Bauberufen. Falls du hier Schwächen hast, solltest du beweisen, dass du dir in Zukunft noch mehr Mühe geben willst.
Du hast Abitur?
Wenn du studieren, aber nicht den ganzen Tag über Büchern brüten möchtest, gibt es zum Beispiel im Bauingenieurwesen die dualen Studiengänge: In kurzer Zeit kannst du damit sowohl den Gesellenbrief als auch einen Hochschulabschluss erlangen.
Mit dem Gesellenbrief in der Tasche
kannst du Berufserfahrung sammeln und bereits gutes Geld verdienen. Du hast außerdem Möglichkeiten, dich auf die technische, gestalterische oder betriebswirtschaftliche Seite deines Berufs zu spezialisieren oder dich zum Vorarbeiter, Werkpolier oder Geprüften Polier weiterzubilden.
Es lockt noch eine Herausforderung: der Meistertitel.
Er ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem eigenen Betrieb. Als selbständiger Meister darfst du dann auch wieder Jüngere in deinem Bauberuf ausbilden – der Kreis hat sich für dich geschlossen.
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